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Guten Abend und Willkommen. Praxis für Manuelle Medizin Molfsee.
Praxis Dr. med. Klaus Dörhage
Allgemeinmedizin - hausärztliche Versorgung
Manuelle Medizin - ärztliche Osteopathie
Naturheilverfahren - Akupunktur- Sportmedizin

Hamburger Landstr. 26a
24113 Molfsee
Tel: 0431 - 650124
Fax: 0431 - 65949741

KISS
Patienteninformation

Liebe Eltern,
bei Ihrem Kind hat die Kinderärztin oder der Kinderarzt "Kiss" eine "kopfgelenk induzierte Symmetrie Störung" diagnostiziert, bzw. hat die Hebamme, die Krankengymnastin oder der Krankengymnast Hinweise auf eine Symmetrie Störung gesehen. Ihr Kind wurde von dem betreuenden Kinderarzt in unsere Praxis überwiesen oder von anderen Therapeuten oder befreundeten Eltern in unsere Praxis empfohlen. Neben dem Begriff "Kiss" wird auch der Ausdruck "Tonus Asymmetrie Syndrom (TAS)" benutzt, wobei bei diesem Begriff betont werden soll, dass die ursächliche Asymmetrie des kindlichen muskulären Tonus nicht nur in den Kopfgelenken zu suchen ist.
Vorab möchte ich Ihnen einen Überblick zur Ursache, zu Befunden, zur Diagnostik und zur ggfs. notwendigen Behandlung einer Symmetriestörung geben:

Im Zeitraum von der Geburt bis ca. zum zweiten Lebensjahr lassen sich bei den kleinen "Kiss-Kindern" eine Schiefhaltung des Kopfes mit mehr oder weniger fixierter Kopfdrehung und oder Kopfseitneigung, teilweise verbunden mit Kopfüberstreckungstendenz, Schädel- und Gesichtsasymmetrie, c-förmiger Wirbelsäulen-Einstellung und unterschiedlich oft einseitig betonter Benutzung von Armen und Beinen finden. Die Eltern berichten uns über auffallend unruhige Kinder, die mehr Schreien als andere Kinder, über nächtliches kindliches Weinen, kindliche Schlafstörungen, Trinkstörungen, Kopfhalteschwäche, Fußfehlstellungen und hohe Tastempfindlichkeit des Nackens bei den kleinen Patienten.

Die Ursache einer solchen Symmetrie Störung ist nicht eindeutig geklärt. Wir finden in der Krankengeschichte der kleinen "Kiss-Kinder" häufig eine erschwerte Spontan-Geburt (langer Geburtsverlauf mit Geburtsstillstand, Zangengeburt, Vakuumgeburt) oder einen Notfall-Kaiserschnitt. Schieflagen im Mutterleib wie Steißbeinlage oder Beckenendlagen sind als Risikofaktoren beschrieben. Zwillinge werden häufig gesehen. Es scheint auch eine geschlechtsgebundene genetische Disposition zu geben, da Söhne und deren Väter, bzw. Töchter und deren Mütter ähnliche Befunde aufweisen.

Zur Diagnostik gehört eine gründliche Untersuchung Ihres Kindes unter neuropädiatrischen und manualmedizinischen Gesichtspunkten. Konnten andere Krankheitsbilder ausgeschlossen werden und sollten sich Hinweise auf ein sog. "Kiss-Syndrom" bestätigt haben, ist eine spezielle Röntgenaufnahme der oberen Halswirbelsäule erforderlich, wenn eine Manipulation oder Atlastherapie nach Arlen geplant ist.
Zur Röntgendiagnostik werden wir Sie nach der Untersuchung in eine radiologische Praxis, die die spezielle Aufnahme für uns anfertigt, in der Nähe (10 Minuten mit dem Auto) überweisen. Wegbeschreibungen werden Ihnen in unserer Praxis gegeben. Die Arzthelferinnen werden für die Kinder, die einen längeren Anfahrtsweg (>60 Min.) haben, vorsorglich einen Termin zum Röntgen nach Rücksprache mit Ihnen arrangieren, damit gewährleistet wird, dass Ihr Kind noch am gleichen Tag im Anschluss an die Röntgendiagnostik behandelt werden kann.

Die Röntgenaufnahme dient dem Ausschluss von Gründen, die eine manual-medizinische Impulsbehandlung verbieten (z.B. bestimmte Anlagestörungen) und der Festlegung der Impulsrichtung. Dieses ist besonders wichtig, da nur ein Impuls von der "richtigen Seite" eine Besserung der Beschwerden bewirken kann, ein Impuls von der "falschen Seite" wäre wenig hilfreich.

Nach Auswertung des Röntgenbildes wird unter Beachtung der Beschwerden des Kindes und des Untersuchungs-Befundes mit Ihnen ein Aufklärungsgespräch zur Einordnung des Krankheitsbildes und zu möglichen Therapieoptionen geführt.

Grundsätzlich muss an dieser Stelle deutlich gemacht werden, dass nur Kinder mit klarer Diagnosestellung behandelt werden. Das "Behandeln von Röntgenbefunden" gesunder Kinder wird abgelehnt. Hierzu sei berichtet, dass ca. 80% aller Säuglinge in den ersten 3 Monaten Asymmetrien des Kopfes und des Körpers, der Haltung und der kindlichen Lage sowie der Bewegungsmuster aufweisen. Die Kinder sind ansonsten völlig unauffällig, d.h. Schreien z.B. nicht auffällig. Lassen Sie sich von Ihrem Kinderarzt, Ihrem Hausarzt oder in unserer Praxis beraten. In der Tat muss dann unter bestimmten Gesichtspunkten nicht immer manualmedizinisch behandelt werden. Wir wissen heute, dass nur ein kleiner Teil dieser zunächst "schiefen Kinder" ihre Haltungs- und Bewegungsstörungen über den 3. Lebensmonat hinaus behalten.

Möglicherweise ergibt sich jedoch bei Ihrem Kind die Indikation zu einer manualmedizinischen Behandlung. Hierzu werden Sie über die Risiken einer solchen Behandlung informiert. Ggfs werden verschiedene manualmedizinische Techniken vorgestellt. Im Rahmen dieses Gespräches werden andere mögliche Behandlungsformen erörtert und für Sie noch offene Fragen beantwortet. Ihr Einverständnis wird aus juristischen Gründen auf einer "Einverständnis-Erklärung" schriftlich festgehalten.

Bei der Therapieplanung muss immer die individuelle Situation und der Befund Ihres Kindes berücksichtigt werden. Eine mögliche manualmedizinische Behandlung ist die Technik nach Gutmann, wobei mit minimaler Kraft ein ultrakurzer schneller Impuls auf ein klar definiertes Areal des Nackenrezeptorenfeldes in Höhe der oberen Halswirbelsäule gegeben wird. Neben diesen Techniken stehen auch andere zur Verfügung, wobei es sich nicht um das im Volksmund benannte "Einrenken" handelt. Es kann auch nichts eingerenkt werden, da nichts ausgerenkt ist. Ein Verschieben von Wirbeln der oberen Halswirbelsäule ist aus anatomischen Gründen nicht möglich. Es handelt sich vielmehr um eine manualmedizinische Impulsbehandlung eines Rezeptorenfeldes mit dem Ziel die gestörte asymmetrische Verspannung der Muskulatur und deren Folgen zu verändern. Eine weitere mögliche Technik ist die Atlastherapie nach Arlen (siehe "Patienten-Information: Atlas-Therapie nach Arlen"). Des Weiteren werden auch osteopathische Behandlungstechniken (siehe "Patienten-Information Osteopathie") eingesetzt.
Häufig ist es auch erforderlich, andere Areale des Körpers z.B. am unteren Wirbelsäulenpol im Übergang der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein oder zum kindlichen Becken zu behandeln. Inzwischen sind sicher mehr als 10.000 Kiss-Babys allein mit der Technik nach Gutmann behandelt worden. In einigen Fällen reichte eine einmalige manualmedizinische Behandlung aus. Zeitweise werden je nach Therapieform mehrere Behandlungen notwendig. Über zusätzliche Krankengymnastik oder andere Verfahren werden wir Sie beraten.

Dr. med. Klaus Dörhage

[Stand 09-2012]
Weitere Informationen: www.kiss-kiel.de

Wir möchten Sie im Anschluss auf einige organisatorische Dinge hinweisen:
· Bitte mitbringen: Wickelunterlage oder Tuch, "gelbes Heft", ggfs. schon vorhandene Röntgenbilder oder andere medizinische Unterlagen wie Arztbriefe.
· Eine weitere Vertrauensperson des Kindes vereinfacht und beschleunigt das Röntgenprocedere.
· Beachten Sie bitte die Anfahrtsskizze zur Praxis, Sie können direkt vor der Praxis auf der Straße in beiden Richtungen kostenfrei parken.
Beachten Sie bitte die Anfahrtsskizze.

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