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Guten Abend und Willkommen. Praxis für Manuelle Medizin Molfsee.
Praxis Dr. med. Klaus Dörhage
Allgemeinmedizin - hausärztliche Versorgung
Manuelle Medizin - ärztliche Osteopathie
Naturheilverfahren - Akupunktur- Sportmedizin

Hamburger Landstr. 26a
24113 Molfsee
Tel: 0431 - 650124
Fax: 0431 - 65949741
[Stand 04-2008]

Kindlicher Schiefschädel - Lagebedingter Plagiocephalus
Eine Elterninformation

Bei der lagebedingten Plagiocephalie handelt es sich um eine Schiefheit des Säuglingskopfes, die sich häufig erst in den ersten Lebensmonaten entwickelt. Möglicherweise liegt bei den betroffenen Säuglingen eine Funktionsstörung der oberen Halswirbelsäule mit eingeschränkter Rotation- und Seitneige-Fähigkeit vor (siehe Patienteninformation KISS). Infolge der eingeschränkten Beweglichkeit des Kopfes kommt es nach wochenlang eingenommener Kopfzwangshaltung zu einer Abflachung des Hinterkopfes. Diese Abflachung entsteht bei empfohlener Rückenlage der Schwerkraft folgend zunächst im Bereich der Auflagefläche des Köpfchens, wobei Überstreckungstendenzen des Säuglings sich hier verstärkend auswirken können. Unmittelbar nach der Geburt wird in sehr seltenen Fällen ebenso eine Schädelasymmetrie bemerkt, die sich oft spontan bessert.

Die lagebedingte Plagiocephalie ist von anderen Formen der Schädelasymmetrie, wie z.B. vorzeitigen Schädelnaht-Verwachsungen durch ärztliche Untersuchungen abzugrenzen.

Seitdem 1992 die amerikanischen Gesellschaft für Kindermedizin empfohlen hatte, die Säuglinge zur Vorsorge des plötzlichen Kindstods (SIDS-Prävention) auf dem Rücken zu lagern, ist es zu einer erheblichen Zunahme der lagebedingten Schädelasymmetrie gekommen.

Die beobachteten Schiefheiten des Säuglingsköpfchens können verschiedene Formen mit verschiedenen Schweregraden einnehmen. Die häufigste Form ist die asymmetrische seitliche Abflachung des Hinterköpfchens. Hinzukommen kann dann eine Verschiebung der Schädelbasis mit Vorverlagerung des Ohres der betroffenen Seite (ear shift). Ebenso können auch Vorverlagerungen des Gesichtsschädels auf der betroffenen Seite beobachtet werden. Eine nahezu zentrale symmetrische Abflachung im Bereich des Hinterkopfes (Brachiocephalus) wird selten beobachtet, wobei hier die Breite des Schädels größer als die Länge sein kann. Mischformen aus symmetrischen und asymmetrischen Formen werden ebenso beobachtet.

Die betroffenen Eltern stellen sich die Frage, ob die Schädelasymmetrie eine Bedeutung für ihr Kind haben könnte, bzw. eine Krankheit darstellt. Sie fragen sich, ob die Schiefheit in dieser Form bleiben wird. Neben einer kosmetischen Bedeutung wird über mögliche spätere soziale Probleme nachgedacht. Nachteile im gesellschaftlichen Umgang oder bei Einstellungen im Berufsleben werden befürchtet.

In der wissenschaftlichen Literatur finden sich bei Kindern mit Schädelasymmetrien in der Folge Hinweise auf krankhafte Veränderungen. Es wurden Muskelspannungs-Veränderungen, psychomotorische Entwicklungsverzögerungen, mentale Entwicklungsstörungen bei Kindern, Entwicklungsstörungen und Hirn-Dysfunktionen im Schulalter, Sehfeldeinschränkungen, Astigmatismus, Störungen der zentralen Hörbahn und Schiefheiten von Kiefergelenk und Unterkiefer beobachtet.

Die betroffenen Säuglinge werden verschiedenen Behandlungen zugeführt. Der behandelnde Arzt wird nach der Untersuchung des Kindes in Abhängigkeit von Alter des Kindes und Schweregrad der Asymmetrie und nach Beratung mit den Eltern die geeignete Therapie einleiten. Zunächst wird eine aktive Lagerungstherapie ("Counterpositioning") verbunden mit Lichtreizen und Geräuschen von der der Abflachung gegenüberliegenden Seite empfohlen. Eine Bauchlage in den Zeiten in denen die Eltern ihr Kind beaufsichtigen und beim Spielen ("Tummy Time") wird zusätzlich empfohlen, wenn das Kind die Bauchlage toleriert.

Bei vielen Fällen ist eine physiotherapeutische Behandlung notwendig. Eine ärztliche Manualtherapie wird angewendet um Funktionsstörungen zu beseitigen. Weiterhin wird das umfassende Konzept der ärztlichen Osteopathie (siehe Patienteninformation Osteopathie) eingesetzt. Besonders schwere Fälle, die auch nach intensiver Behandlung weiterhin erhebliche Schädelasymmetrien aufweisen, werden einer ca. sechsmonatigen Helmtherapie zugeführt. Die Entscheidung zu dieser Therapie sollte bis zum 6. Lebensmonat getroffen werden, da die Wirksamkeit der Helmtherapie bis zum ersten Lebensjahr eine höhere Effektivität aufweist, als nach dem ersten Lebensjahr.

Dr. med. Dörhage

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